Englisch in Australien

Thomas Januar 8th, 2008

In Australien wird, wie hoffentlich bekannt, Englisch gesprochen. Da Australien ursprünglich von den Briten als Insel für Gefangene benutzt wurde, ist „Australisch“ am ehesten dem britischen Englisch nahe.

Allerdings haben die Australier so ihren ganz eigenen Tonfall. Manche Worte unterscheiden sich auch ein wenig von denen, die man aus dem britischen oder amerikanischen Englisch kennt. Als kleine Faustformel: Je weiter man sich von der Stadt entfernt, desto schwieriger versteht man die Einheimischen. In den Großstädten wird in der Regel recht gut verständliches Englisch gesprochen.

Unterschiedliche Wörter
Die Australier lieben es Worte abzukürzen. So kommt es, dass aus „Good day“ das allseits bekannte „G´day“ (ausgesprochen: Giddday) wird. Sehr beliebt sind ebenso „sunnies“ anstatt „sun glasses“ und „arvo“ an Stelle von „afternoon“. „Brissie“ oder „Tassie“ sind die gebräuchlichen Abkürzungen für Brisbane und Tasmanien. Aus „breakfast“ wird dann ganz schnell auch mal „breckie“ und aus „Barbecue“ wird „barbie“.
Ich könnte jetzt Stunden lang so weiter weiter machen, allerdings würde euch das nicht viel bringen. Es gibt Listen von 350 „speziellen australischen Wörtern“, aber meine persönliche Erfahrung zeigt, dass die Australier die meisten Wörter davon selber nicht mehr kennen. Es lohnt sich nicht solche Listen auswendig zu lernen. Die Wörter, die man hier und da mal öfter hört, habe ich bereits aufgezählt.

Tonfall und Sprachmelodie
Auch hier wieder, je weiter man aufs Land kommt, je schwieriger wird es den Einheimischen zu folgen. Die Australier singen nicht ganz so extrem wie es manche Briten machen (London ist hier als gutes Beispiel zu nennen). Was die „richtigen“ Australier allerdings gerne machen ist, dass sie durch die Nase sprechen. In recht hoher Stimmlage und am Ende der Satzes wird der Ton dann noch einmal angehoben: „Ey, how’s goin´ mate, ey“? Das „mate“ wird in Australien unterschiedlich ausgesprochen, wenn wir beim waschechten Australier bleiben, dann würde er es nicht „mäyt“ sondern „meit“ aussprechen. Klingt ab und zu wirklich sehr lustig, aber man hat sich schnell dran gewöhnt und versteht dann recht gut was sie von einem wollen.

Die folgenden paar Sätze sind für die Backpacker mit einem Work and Travel Visum gedacht. Ihr werdet nämlich nicht nur mit Australiern zu tun haben. Viel mehr werdet ihr mit anderen Backpackern sprechen die ebenfalls in Australien Arbeiten und Reisen.

Deutlichkeit und Verständlichkeit
Die Mehrheit der Australier kann man wirklich gut verstehen. Für mich persönlich gibt es nicht viele englischsprachige Nationen, die man deutlich besser verstehen kann. Sehr deutlich sprechend und deshalb gut zu verstehen finde ich Amerikaner, beispielsweise aus New York. Sehr angenehmer Tonfall, es wird klar und deutlich gesprochen und den Akzent ist man aus den Filmen gewohnt. Bei den Engländern kommt es sehr stark darauf an, aus welchem Teil Englands sie stammen. Kommen sie aus London versteht man sie meist noch recht gut, kommen sie allerdings aus dem Norden, haben sie schon einen Akzent, der stark dem Irischen ähnlich ist. Iren, Waliser und vor allem die Schotten sind am Anfang sehr hart zu verstehen. Die Aussprache ist genau das Gegenteil von dem was wir in der Schule lernen.
Hier ein paar Beispiele:
sunday – Das „u“ wird als „u“ und nicht als „a“ ausgesprochen „Sundäy“
shut up – gleiches hier, ausgesprochen wird es also „schutt upp“
coming - hier wird das „o“ ebenfalls als „u“ ausgesprochen - „kumming“

Eine ordentliche Aussprache des „th“ gibt es ebenfalls nicht.
333 – Treehandret Tyrty Tree

Ebenfalls der Tonfall ist für uns Deutsche doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Aber um euch jetzt keine Angst zu machen, man hört sich relativ schnell rein. Wie schnell man sich ans Englisch Sprechen und Zuhören gewöhnt hat kann man nicht sagen. Das hängt einfach von jedem individuell ab. Aber ich würde eine Zeitspanne von einer bis sechs oder acht Wochen als realistisch einschätzen. Man darf allerdings nicht den Fehler machen, dass man sich nur mit Deutschen umgibt. Setzt man sich einfach zu den Englisch sprechenden Backpackern und hört am Anfang ein wenig zu, dann versteht man relativ schnell und auch gut.

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