Hostels in Melbourne

Thomas Juni 10th, 2007

Ich werde hier einfach mal die Erfahrungen niederschreiben die ich mit den Hostels in Melbourne gesammelt habe. Wobei ich nur von denen berichten werde in denen ich auch wirklich gewohnt / geschlafen habe.

Greenhouse Backpackers

Das Hostel Greenhouse Backpackers in Melbourne ist der Gewinner sämtlicher Auszeichnungen in den Jahren 2004, 2005 und 2006 (Hostel of the year, Melbourne Hostels,…). Ich muss leider sagen das ich das nicht sooo ganz nachvollziehen kann. Das Hostel war mein erstes Hostel in Melbourne und der erste Eindruck war recht gut. Dennoch kann ich im Moment nicht verstehen / glauben, dass es keine Hostels gibt die besser sind. Ich vermute bei diesen Auszeichnungen wir sehr stark auf das Preis Leistungsverhälnis geachtet. Aber nun mal zu meinem persönlichen Eindruck.

Vorweg möchte ich schon mal sagen, dass man ohne Angst haben zu müssen dieses Hostel ohne Probleme buchen kann. Das Hostel ist recht sauber, die Wände der Zimmer waren frisch gestrichen, keine Wände in den Zimmern oder auf den Toiletten beschmiert. Die Gemeinschaftsküche war ordentlich ausgerüstet mit allem was man zum Kochen so braucht (keine Gewürze, nur Geschirr, Töpfe, Besteck). Es gab einen drei Gasherde mit jeweils vier Gasplatten. Zucker gab es aus dem Spender. Kühlschränke waren auch vorhanden und man konnte seine Lebensmittel in Tüten packen und in den Kühlschränken (glaube das waren drei oder vier) unterbringen.

Die Lobby neben der Küche war ausreichend groß für alle Packpacker. In der Früh gibt es kostenloses Frühstück mit Toast, Marmelade (zwei Sorten) und Corn Flakes. Ebenfalls gibt es “Vegamite”, das ist ein typisch australischer Brotaufstrich der so grauenhaft schmeckt, dass ich jede Wette annehme dass dieses Zeug (bäh - pfui ;-)) kein normaler Deutscher freiwillig auf seinen Toast streichen möchte. Der ein oder andere hat zwar tatsächlich mal einen Toast
mit dem Zeuch gegessen, aber ich glaube das war nur um anzugeben, was anderes kann ich mir nicht vorstellen. Für mich schmeckt das Zeug nach bitterer Lakritze mit uraltem Motoröl vermischt. Genauso schaut es übrigens aus (wie Lakritze zum streichen).

Rauchen ist im Greenhouse Backpackers nicht erlaubt, aber es gibt die Möglichkeit aufs Dach zu gehen und dort auf der riesigen Dachterrasse eine zu qualmen.

Die Duschen sind im Grunde ganz ok. Es kommt vielleicht ein bisschen wenig Wasser raus, aber daran gewöhnt man sich schnell. Allerdings sind die Duschen “schlecht Konstruiert”. Sie haben so ein wenig das Aussehen wie die kleinen Umkleidekabinen die man von Freibädern kennt. Das Problem bei der Geschichte ist, dass man auf die Ablage nichts drauf legen kann ohne das es nass wird. Ausserhalb der Dusche will man aber seine Sachen auch nicht liegen haben, wer weiß schon wer da alles ein und ausgeht ;). Das Problem könnte leicht gelöst werden wenn einfach ein Duschvorhand angebracht werden würde.

Die Zimmer sind ebenfalls ok. Sie sind etwas größer als im Flinders Street Hostel und haben noch einen kleinen Schreibtisch. Die Betten sind Stockbetten, die allerdings völlig in Ordnung sind. Man hat nicht das Gefühl, dass die Matratzen durch gelegen sind. Die Bettwäsche war frisch und sauber als wir unsere Zimmer bezogen haben. Was allerdings mehr als stören ist, dass die Zimmer über keine Fenster verfügen. Ich war in einem sechser Zimmer und man kann sich vielleicht vorstellen wie es da nach Schweißfüßen gerochen hat wenn man in der Nacht ins Zimmer kam :(.

Mit 27 AUD pro Nacht ist es ein wenig teurer als die meisten Hostels die wir hier abgeklappert haben. Alles in allem, denkt man mal nicht an das Problem mit den Duschen und den fehlenden Fenstern, kann man dieses Hostel gut als erste Anlaufstelle gebrauchen. Ob die endlosen Auszeichnen gerechtfertigt sind kann ich nicht sagen, aber vielleicht kann ich nach einem halben Jahr hier in Australien ein besseres Urteil fällen als es mir nach ein paar Tagen möglich ist.

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