Der Daintree National Park - Cape Tribulation
Thomas Dezember 13th, 2007
Während der Eiszeit vor 135 Millionen Jahren konnten aufgrund des trockenen und kalten Klimas nur einige wenige Teile des damals bestehenden Regenwaldes überleben. Cape Tribulation im Daintree National Park ist einer dieser Orte.
Cape Tribulation wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wer schon dort war, kann das verstehen. Die Natur ist atemberaubend. An diesem einzigartigen Ort trifft der tropische Regenwald direkt auf das Great Barrier Reef.
Ca. 1.5 Stunden Fahrtzeit nördlich von Cairns und eine Stunde von Port Douglas befindet sich Cape Tribulation. Ein “Must Do” für Naturliebhaber und Abenteurer. Mit der letzten intakten Kabelfähre Australiens gelangt man über den Daintree River. Die Fähre geht alle 10 Minuten von 6 - 24 Uhr. Ein Returnticket kostet 5A$ pro Person und mit Auto 13 A$.
Günstig für die Fahrt nach Cape Tribulation wäre, sich einen Wagen mit Allradantrieb auszuleihen, wenn man keinen eigenen besitzt. Die Straßen sind nicht wirklich gut ausgebaut, zum Teil sehr holprig und ab einem bestimmten Punkt zeigt ein Schild, dass man nun den “Bloomfield Track” erreicht hat und ab hier nur noch Autos mit Allradantrieb (4WD) weiter fahren dürfen.
Man kann natürlich auch geführte Touren z.B. von Cairns oder Port Douglas aus buchen. Meist wird man dann mit einem etwas größeren Jeep in angenehm kleinen Gruppen (6 - 10 Leute pro Gruppe) durch den Regenwald gefahren. Ein Tourguide erklärt alles, was man wissen sollte und zeigt einem die schönsten Plätze. Oft ist in diesen Touren auch eine Bootsfahrt über den Daintree River enthalten, auf der man dann Krokodile am Ufer sehen kann. Die Boote halten sogar direkt auf der Höhe der Tiere an und man kann Fotos schießen.
Ich selber habe eine Tagestour für 150 AUD von Port Douglas aus gebucht. In einem Jeep, der einem Mondfahrzeug ähnelt, wurden wir abgeholt. Neben der Fahrt auf dem Daintree River war noch ein Barbecue in einem Kangaroowaisenheim und ein Picknick am Fluß inklusive Verkostung einheimischer Früchte.
Auf der Fahrt gelangt man zuerst zum Alexandra Lookout. Dieser bietet einen tollen Ausblick auf viele kleine Inseln (die bekannteste ist wohl Snapper Island), Wonga Beach und die Mündung des Daintree Rivers. Dieser Lookout bietet zahlreiche Motive für tolle Fotos.
Man findet auf seiner Fahrt einige verschiedene Wandertracks, die meistens kreisförmig durch den Regenwald oder Mangrovenwälder führen. Für die meisten sollte man eine halbe Stunde einplanen.
Einen Besuch ist auch das „Bat House“ wert. Für 2 A$ Eintritt kann man interessante Informationen über die Region bekommen.
Die Daintree Ice Factory bietet Eiscreme aus allen möglichen tropischen Früchte an, die in dieser Region wachsen.
Cape Tribulation ist außerdem bekannt für seine Ureinwohner. Die Cassowarys. Viele Straßenschilder weisen darauf hin, langsam und vorausschauend zu fahren, denn Cassowarys können die Wege kreuzen. Diese Vogelart ist vorm Aussterben bedroht. Sie können eine Körpergröße von 2 Metern und ein Gewicht von 85 Kg erreichen. Es ist verboten, diese Tiere zu füttern. Die Vögel können sehr gefährlich werden, denn sie besitzen eine große Mittelkralle an ihrem Fuß, welche sie gerne zur Verteidigung oder Abwehr der Feinde einsetzen. Wenn man also einen Cassowary sieht, kann man nur hoffen, er sieht einen nicht.
Trotz ihrer Gefährlichkeit war ich etwas enttäuscht, denn wir haben keine in freier Natur gesehen.
Abschließend ist zu sagen, dass man sich mindestens 2 Tage zur Erkundung von Cape Tribulation einplanen sollte.
Mister Wong
Del.ico.us